AG "Blühendes Kehl"

Sie wollen sich über naturnahe Gärten informieren oder mitarbeiten?

 

Die NABU-Gruppe Kehl-Hanauerland und die Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl e.V. fördern die Artenvielfalt im Garten.

 

Gewöhnlich treffen wir uns am 1. Donnerstag im Monat zum "Garten-Stammtisch" mit einem kurzen Vortrag zu einem Gartenthema und anschließender Möglichkeit, untereinander Erfahrungen auszutauschen. Im Sommerhalbjahr sind anstelle des Stammtischs Ausflüge zu Gärtnereien, Gartenbesichtigungen etc. geplant (samstags/sonntags).

 

Am 3. Donnerstag eines Monats trifft sich gewöhnlich die "Aktionsgruppe", um z.B. Pflanzentauschaktionen und weitere Aktivitäten zu planen.

 

Bitte nehmen Sie per Mail Kontakt auf, wenn Sie an unseren Treffen interessiert sind: naturgarten.kehl[AT}web.de

Was macht die AG „Blühendes Kehl“?

 

  • Wir unterstützen die EinwohnerInnen von Kehl bei der naturnahen Gestaltung ihres Gartens und Balkons. Jedes noch so kleine Stück Erde kann eine Schutzinsel für gefährdete Tiere oder Pflanzen werden!
  • Deshalb bieten wir eine kostenlose Gartenberatung in Ihrem eigenen Garten an: Gemeinsam überlegen wir vor Ort, wie man ihn naturnah und Ihren Bedürfnissen entsprechend gestalten kann.
  • Außerdem planen wir weitere Aktivitäten zur Förderung des naturnahen/ökologischen Gärtnerns in Kehl.
  • Die AG „Blühendes Kehl“ ist ein gemeinsames Projekt der Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl e.V. und der NABU-Gruppe Kehl-Hanauerland.

Graue Gärten oder Gärten des Grauens?
Im privaten Garten und auf öffentlichen Flächen werden in den letzten Jahren vegetationsarme Schotterflächen angelegt. Das Einheitsgrau dominiert die Farbgebung. Einen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Farben in den Gärten gibt es nicht. Die Anmutung der Schotterflächen ist kühl. Dennoch heizen sie sich stärker auf als Grünflächen und strahlen die Wärme auch in der Nacht ab. Gerade im heißen Sommer tragen sie so noch zusätzlich zur Überhitzung des Stadtklimas bei.
Angelegt werden sie meist in der Annahme, pflegeleicht zu sein. Doch schon nach wenigen Jahren kommt der Pflegeaufwand. Laub und anderes organisches Material sammeln sich zwischen den Steinen und bieten einen guten Nährboden für Samen. Zwischen den Steinen können die Samen, die von Wind oder Vögeln verbreitet werden, ungestört wachsen. Da Unkrautvernichtungsmittel in Privatgärten verboten sind, ist längerfristig ein sehr hoher Pflegeaufwand für die Schotterfläche erforderlich.

Auch im Blick auf das Ökosystem bringen die Schottergärten Nachteile mit sich. Die Böden unter den Schottergärten werden in der Regel durch eine Folie oder ein Vlies versiegelt. Was für die Vermeidung des Pflanzenwuchses erwünscht ist, wirkt sich auch auf Bodenlebewesen aller Art aus: Der Boden unter den Steinen ist tot. Er scheidet als Nahrungsquelle für Insekten, Eidechsen, Amphibien, usw. aus. Mit Schottergärten werden daher Fauna und Flora nachhaltig beeinträchtigt oder sogar geschädigt. Zudem durchdringen die Wurzeln mancher Unkräuter nach einigen Jahren selbst Folie oder Vlies.

Schon bei der Anlage sollte auch der arbeitsintensive Rückbau eines Schottergartens bedacht werden. Erste Erfahrungen zeigen, dass durch die Mischmaterialen aus Stein, Folie und Erde hohe Entsorgungskosten an der Deponie entstehen. Mit unserer Initiative „Blühendes Kehl“ wollen wir Sie ermutigen, sich nicht von dem Argument „pflegeleichter Schottergarten“ fehlleiten zu lassen. Bei der Anlage des Gartens geben wir Ihnen gerne Tipps zu pflegeleichten Alternativen. Sie sind ökologisch wertvoll und wirken sich positiv auf das Kleinklima in Ihrer nahen Umgebung und in der Stadt aus.


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