AG "Blühendes Kehl"

Sie wollen sich über naturnahe Gärten informieren oder mitarbeiten?

 

Die NABU-Gruppe Kehl-Hanauerland e.V. und die Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl e.V. fördern die Artenvielfalt im Garten.

 

Einmal im Monat trifft sich Projektgruppe digital, um unsere Aktivitäten zu planen. Bis auf weiteres kann pandemiebedingt unser "Garten-Stammtisch" im Winterhalbjahr mit Vorträgen zu einem Gartenthema und anschließender Möglichkeit, untereinander Erfahrungen auszutauschen nicht stattfinden. Im Sommerhalbjahr sind anstelle des Stammtischs z.B. Treffen in Schaugärten geplant, sofern die Corona-Lage dies zulässt. Die Termine der Treffen werden auf der Internetseite und in der Tagespresse veröffentlicht und auch im 1-2 monatigen Rundbrief der AG Blühendes Kehl bekannt gegeben.

 

Bitte nehmen Sie per Mail Kontakt auf, wenn Sie an unserer Arbeit interessiert sind oder in den Verteiler des Rundbriefs aufgenommen werden möchten: naturgarten.kehl[AT}web.de

 

Wir freuen uns, die die Vereinsgemeinschaft Neumühl bei der Durchführung des Gartenwettbewerbs "Neumühl blüht" unterstützen zu dürfen. Anmeldungen für den Wettbewerb sind ab September 2021 möglich. Im Juni 2022 werden die drei schönsten naturnahen Gärten in Neumühl prämiert. Informationen hierzu werden unter https://neumuehl.online/NeumuehlBlueht veröffentlicht.

 

Dort findet sich jede Woche auch die "Blume der Woche" - ein Kurzporträt einer aktuell blühenden insektenfreundlichen und pflegeleichten Pflanze: https://neumuehl.online/BlumederWoche

 

Die meisten porträtierten Pflanzen sind in der Broschüre „Pflanzempfehlung für insektenfreundliche Gärten mit standortgerechten Gewächsen in Kehl“, welche die AG Blühendes Kehl gemeinsam mit dem Bereich Umwelt der Stadt Kehl erarbeitet hat. Sie liegt in den Rathäusern, Ortsverwaltungen und der Mediathek aus und

kann hier heruntergeladen werden.


Was macht die AG „Blühendes Kehl“?

 

  • Wir unterstützen die EinwohnerInnen von Kehl bei der naturnahen Gestaltung ihres Gartens und Balkons. Jedes noch so kleine Stück Erde kann eine Schutzinsel für gefährdete Tiere oder Pflanzen werden!
  • Deshalb bieten wir eine kostenlose Gartenberatung in Ihrem eigenen Garten an: Gemeinsam überlegen wir vor Ort, wie man ihn naturnah und Ihren Bedürfnissen entsprechend gestalten kann.
  • Außerdem planen wir weitere Aktivitäten zur Förderung des naturnahen/ökologischen Gärtnerns in Kehl.
  • Die AG „Blühendes Kehl“ ist ein gemeinsames Projekt der Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl e.V. und der NABU-Gruppe Kehl-Hanauerland.

Graue Gärten oder Gärten des Grauens?

Im privaten Garten und auf öffentlichen Flächen wurden in den letzten Jahren oft vegetationsarme Schotterflächen angelegt. Das Einheitsgrau dominiert die Farbgebung. Einen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Farben in den Gärten gibt es nicht. Die Anmutung der Schotterflächen ist kühl. Dennoch heizen sie sich stärker auf als Grünflächen und strahlen die Wärme auch in der Nacht ab. Gerade im heißen Sommer tragen sie so noch zusätzlich zur Überhitzung des Stadtklimas bei.

In der Novellierung des Landesnaturschutz-Gesetzes wurde im Juli 2020 klargestellt, dass die Anlage von Schottergärten verboten ist:

Änderung §21a LandesNaturschutzGesetz (zum 31.07.2020): Es ist darauf hinzuwirken, dass Gartenanlagen insektenfreundlich gestaltet werden und Gartenflächen vorwiegend begrünt werden. Schotterungen zur Gestaltung von privaten Gärten sind grundsätzlich keine andere zulässige Verwendung im Sinne des §9 Absatz 1 Satz 1 LBO.

 

Angelegt wurden Schottergärten meist in der Annahme, pflegeleicht zu sein. Doch schon nach wenigen Jahren kommt der Pflegeaufwand. Laub und anderes organisches Material sammeln sich zwischen den Steinen und bieten einen guten Nährboden für Samen. Zwischen den Steinen können die Samen, die von Wind oder Vögeln verbreitet werden, ungestört wachsen. Da Unkrautvernichtungsmittel in Privatgärten verboten sind, ist längerfristig ein sehr hoher Pflegeaufwand für die Schotterfläche erforderlich.

 

Auch im Blick auf das Ökosystem bringen die Schottergärten Nachteile mit sich. Die Böden unter den Schottergärten werden in der Regel durch eine Folie oder ein Vlies versiegelt. Was für die Vermeidung des Pflanzenwuchses erwünscht ist, wirkt sich auch auf Bodenlebewesen aller Art aus: Der Boden unter den Steinen ist tot. Er scheidet als Nahrungsquelle für Insekten, Eidechsen, Amphibien, usw. aus. Mit Schottergärten werden daher Fauna und Flora nachhaltig beeinträchtigt oder sogar geschädigt. Zudem durchdringen die Wurzeln mancher Unkräuter nach einigen Jahren selbst Folie oder Vlies.

 

Auch der Rückbau eines Schottergartens ist arbeitsintensiv. Erste Erfahrungen zeigen, dass durch die Mischmaterialen aus Stein, Folie und Erde hohe Entsorgungskosten an der Deponie entstehen. Unsere Initiative „Blühendes Kehl“ gibt wir Ihnen gerne Tipps zu pflegeleichter Gartengestaltung ohne Schotter und Versiegelung. Sie ist ökologisch wertvoll und wirken sich positiv auf das Kleinklima in Ihrer nahen Umgebung und in der Stadt aus.


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